пятница, 4 июня 2021 г.
вторник, 4 мая 2021 г.
Putins Jahresbotschaft an Föderationsversammlung
Аm 21. April, hielt Wladimir Putin seine jährliche Rede zur Lage der Nation.
Seit 2008
richtete Putin traditionell seine Jahresbotschaften kurz vor dem Jahreswechsel.
2017 musste die Veranstaltung auf März 2018 verschoben werden. Und im Jahre
2020 fand diese im Januar statt.
Wie im
vorigen Jahr fand die Veranstaltung in der zentralen Ausstellungshalle „Manege“
statt. Unter den Eingeladenen waren laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow
Regierungsmitglieder, Abgeordnete, Senatoren sowie Gouverneure. Die Pandemie
hat das Verfahren für die Zulassung der Presse zu der Veranstaltung angepasst:
Journalisten mussten dreimal einen Coronavirustest machen und negative
Ergebnisse vorweisen.
Die Themen
der Botschaft werden traditionell im Voraus nicht angekündigt. Putins
Pressesprecher Dmitri Peskow legte aber offen, die Ansprache an das Parlament
werde „post-covidal” sein und sei dem Ausstieg aus der Pandemie-Krise gewidmet.
11:09
21.04.2021
Am Anfang
nennt Putin die Hauptthemen seiner Botschaft: Gesundheitswesen, Soziales,
Wirtschaft, Außenpolitik und Sicherheit.
11:11
21.04.2021
Der
russische Präsident spricht über den Beginn der Corona-Pandemie: „Die Epidemie
schritt voran, aber neben der Angst bestand die Gewissheit, dass Russland alle
Herausforderungen bewältigen wird”.
11:12
21.04.2021
Putin
bedankte sich bei den Medizinern, die im Kampf gegen Corona ihr Leben riskiert
hatten, sowie bei den Forschern, die ihren Beitrag zur Bekämpfung des Virus
leisteten.
11:16
21.04.2021
Die
Pandemie hat die demografische Lage im Land stark getroffen, Russland wird aber
seine Ziele nicht aufgeben, beteuerte Putin. Man müsse ein nachhaltiges
Bevölkerungswachstum erzielen.
11:18
21.04.2021
Die
„Erhaltung des Volkes” sei Russlands „oberste nationale Priorität”.
11:22
21.04.2021
Putin wies
auf die Wichtigkeit der Immunisierung hin und rief alle russischen Bürger dazu
auf, sich zu impfen: denn es gebe keinen anderen Weg, die Infektion zu stoppen
– nur mit „unvorhersehbaren Folgen” die Krankheit durchzustehen.
11:25
21.04.2021
Das globale
Gesundheitswesen stehe am Rande einer Revolution, sagte der russische
Staatschef. Diese Revolution dürfe Russland nicht versäumen – die Aufgabe des
Landes sei es, entsprechende Technologien zu entwickeln.
11:35
21.04.2021
Die
Pandemie hat das Wohlergehen der Menschen weltweit beeinträchtigt, auch Russland
musste mt steigenden Preisen rechnen.
Zur
Stabilisierung der steigenden Preise sind Marktmechanismen notwendig, daher
werden die Behörden Lebensmittelpreise nicht bestimmen, beteuerte Putin.
11:45
21.04.2021
Russland
muss im Falle einer neuen gefährlichen Epidemie bereit sein, binnen vier Tagen
Tests zu entwickeln.
11:49
21.04.2021
Nun geht
Putin zum Thema Klimaschutz über.
Treibhausgase-Werte
sollten in Russland niedriger sein als in der EU, sagte er.
11:50
21.04.2021
Neue
Energien, die pharmazeutische Branche sowie Folgen des Klimawandels sollten zum
Antrieb der Modernisierung der russischen Industrie werden.
11:51
21.04.2021
In den
zwölf großten Industrie-Zentren müssen Ausstoße schädlicher Gase um 20 Prozent
reduziert werden.
12:06 21.04.2021
Putin
beauftragte regionale Behörden damit, Lösungen für einen Zugang der Bürger zu
sicherer und sauberer Energie zu erarbeiten.
12:12
21.04.2021
Jetzt
spricht der russische Präsident über die Außenpolitik.
„Wenn
andere Länder keinen Dialog wollen und einen arroganten Ton wählen, wird
Russland einen Weg finden, um seine Interessen zu schützen”.
12:13
21.04.2021
Russland
sei ein gastfreundliches Land, das für echte Freunde offen sei, sagte Putin.
Sobald es die Situation erlaubt, wird Russland wieder den Touristen die
Einreise gestatten.
12:17
21.04.2021
Russland
benehme sich trotz Provokationsversuche zurückhaltend, sagte Putin. Aber: „Die
Organisatoren jeglicher Provokationen werden es so bereuen, wie sie lange
nichts bereut haben”.
12:18
21.04.2021
Russland
werden Geduld und Kompetenz für jegliche Vergeltungsmaßnahmen reichen.
12:23
21.04.2021
Um
Russland, sagt Putin, „versammeln sich, wie um Shere Khan, alle Arten von
Hyänen”.
12:27
21.04.2021
Er
erinnerte daran, dass der Westen auf den versuchten Mord des weißrussischen
Präsidenten Alexander Lukaschenko nicht reagiert habe.
„Man darf
jede Stellungsnahme gegenüber Lukaschenko haben, aber die Praxis, Morde zu
organisieren, – das ist zu viel”.
12:30
21.04.2021
Putin
erinnerte daran, dass die russischen Streitkräfte mit den Raketen „Kalibr”,
„Kinschal” und „Zirkon” nachgerüstet werden. Das Raketensystem „Avantgarde” und
der Laserkomplex „Pereswet” seien bereits im Bestand, bald solle die Armee auch
„Sarmat”-Raketen erhalten.
12:35
21.04.2021
Putin unterstrich
die Wichtigkeit der Bildung eines neuen Sicherheitssystems. Dabei
haben die fünf Kernwaffenmächte besondere Rolle.
12:36
21.04.2021
Putin rief
wieder dazu auf, ein Treffen der ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats
durchzuführen.
12:37 21.04.2021
Russland
versuche, die Konfliktregelung in Syrien und in Libyen zu fördern.
12:38
21.04.2021
Am Ende
seiner Rede wandte sich Putin an die russischen Bürger und versprach, alles
Nötige zu tun, umd die gesetzten Ziele zu erreichen.
воскресенье, 4 апреля 2021 г.
суббота, 12 декабря 2020 г.
Stefan Zweig: Brief einer Unbekannten
Von der Liebe einer Frau, die bis in den Tod andauert. Von der Gedankenlosigkeit des Mannes, der nimmt, aber alles sofort wieder vergisst.
Als Mädchen von 13 Jahren verliebt sie sich unsterblich in den Mann, der in die Wohnung nebenan einzieht. Sie fiebert zufälligen Begegnungen im Stiegenhaus oder vor der Haustüre entgegen, sie späht durch das Schlüsselloch, um einen Blick auf ihn zu erhaschen, sie beobachtet die Fenster seiner Wohnung, um zu sehen, wo er Licht macht, wo er sich gerade aufhält.
Zuerst noch eine mädchenhafte Schwärmerei, wird es immer mehr zu tiefer Liebe und dann zu einer wahren Obsession.
Ihre Mutter heiratet und zieht mit ihr von Wien nach Innsbruck. Für sie bricht eine Welt zusammen. Obgleich sie in Innsbruck viel Zuneigung und Geborgenheit von Mutter und Stiefvater erfährt, so kann sie es doch nicht erwarten, nach Wien zurück zu kehren.
Wenige Jahre später kann sie endlich zurück. Tagsüber bei der Arbeit, zieht es sie danach jeden Tag wieder zur Wohnung des Angebeteten – bis es soweit ist und sie endlich mit ihm ins Gespräch kommt. Sie ist nun 18 Jahre alt, eine junge, schöne Frau, zu der er sich hingezogen fühlt. Doch in der jungen Frau erkennt er das kleine Mädchen, dass einst Tür an Tür mit ihm wohnte, nicht.
Drei Nächte verbringt sie mit ihm; dann muss er verreisen, verspricht, sich nach seiner Rückkehr sofort zu melden. Doch das geschieht nicht, nichts ist von ihm zu hören. Aus den kurzen Affäre aber entstand ein Kind.
Sie bringt das Kind alleine zur Welt, verrät niemandem etwas von der Schwangerschaft. Um Geld zu verdienen, beginnt sie, sich zu verkaufen. Ihre Schönheit zieht Liebhaber an. Viele wollen mit ihr den Bund fürs Leben eingehen, mit ihr und ihrem Kind eine Familie gründen. Doch sie lehnt das immer wieder ab: standhaft, ausdauernd, in Gedanken immer bei ihrer immerwährenden Liebe.
Und schließlich kommt es zu einem neuerlichen Zusammentreffen. Er nimmt sie mit in seine Wohnung, diesmal im Bewusstsein, dass er für eine Liebesnacht bezahlt muss. Aber er erkennt sie wieder nicht.
Das Kind stirbt nach wenigen Jahren und sie sieht auch das Ende ihres eigenen Lebens vor sich. Vor ihrem Tod, sie mag noch keine 30 Jahre alt sein, schreibt sie dem Geliebten einen Brief, in dem sie ihm ihr ganzes Leben erzählt. Erst jetzt, als er dieses Brief liest, versteht er, warum er Jahr für Jahr zu seinem Geburtstag ein Geschenk erhielt – und warum es diesmal nicht kam.
Stefan Zweig beschreibt auf den nur knapp 80 Seiten eine Frau, ihr Leben und den Mann, an den sie schreibt. Mehr benötigt er nicht, um uns alles mitzuteilen, was man über die beiden Menschen wissen muss.
Der Brief ist eine furchtbar deprimierende Liebeserklärung, denn man weiß von Beginn an, warum er geschrieben wurde. Und er ist eine Anklage, ohne jemals anklagend zu sein.
Sie liebt und findet keinen Weg aus dieser für sie so unseligen Verbindung. Ihre Gefühle ziehen sie immer mehr ins Verderben, doch sie kann sich nicht dagegen wehren, obwohl man ihr so viele Chance für einen Ausweg bietet.
Er lebt, liebt aber nicht. Seine Liebschaften, seine Affären ziehen vorbei, hinterlassen keinen Eindruck. Das eine geht, das nächste kommt, nichts ist wert, in Erinnerung zu bleiben.
Eine Verbindung zwischen so unterschiedlichen Charakteren ist niemals möglich. Man kann es nur erkennen und ihn vergessen; oder untergehen.
Noch viel mehr als Inhalt und Stil dieser Novelle beschäftigt mich die Frage nach dem Warum: warum schrieb Stefan Zweig dieses kleine Drama, was war der Ausgangsgedanke? War es ein wahres Ereignis oder ist es reine Fiktion?
Nun denn: der „Brief einer Unbekannten“ ist schnell gelesen, zur Seite legen wird kaum in Frage kommen. Während man ihn liest, ist man davon gefangen, ist erschüttert von ihrem Tod und dem Tod ihres Kindes, ist ratlos, ob der unerschütterlichen Zuneigung, ist überrascht, wie viele literarische Wendungen es gibt, um jemandem seine Liebe zu erklären. Doch, jedenfalls mir erging es so, ist man fertig mit dem Lesen, legt man es zur Seite und wendet sich ohne weiteren Gedanken daran dem nächsten Buch zu.
суббота, 5 декабря 2020 г.
воскресенье, 29 ноября 2020 г.
среда, 25 ноября 2020 г.
Die Küchenuhr: Text zur Analyse
Die Küchenuhr von Wolfgang Borchert
Es gibt noch weitere Merkmale, die typisch für Kurzgeschichten sind. Das bedeutet aber nicht, dass alle diese Merkmale auch in allen Kurzgeschichten vorkommen müssen.
Merkmale von Kurzgeschichten
Wichtige Merkmale von Kurzgeschichten sind:
- relativ kurz
- keine Einleitung, sondern unmittelbarer Beginn der Handlung
(beginnt in medias res)
- keine ausführliche Vorstellung der Figuren oder des Handlungsortes: keine Exposition
- beschränkt auf wenige Figuren
- beschränkt auf ein zentrales Thema oder einen zentralen Konflikt
- meistens werden alltägliche Probleme behandelt
- häufig in Alltagssprache oder sogar Umgangssprache geschrieben
- meist plötzliches und offenes Ende
Beispiele für die Merkmale einer Kurzgeschichte
Wir möchten Ihnen anhand der Kurzgeschichte „Die Küchenuhr“ von Wolfgang Borchert einmal die angeführten Merkmale erläutern und grob skizzieren.
Sie sahen ihn schon von weitem auf sich zukommen, denn er fiel auf. Er hatte ein ganz altes Gesicht, aber wie er ging, daran sah man, dass er erst zwanzig war. Er setzte sich mit seinem alten Gesicht zu ihnen auf die Bank. Und dann zeigte er ihnen, was er in der Hand trug.
Diese Passage bildet den Einstieg in den Text und lässt uns schon viele Merkmale im Aufbau erkennen. Der Einstieg ist plötzlich und bringt den Leser unmittelbar ins Geschehen des Textes. Wir erfahren außerdem nicht, wer die Person ist, die da kommt und von den Protagonisten erkannt wird. Lediglich, dass er männlich und um die zwanzig ist, wobei er wohl älter wirkt.
Aber auch das Ende der Geschichte bleibt offen und endet, wenn Er auf das Sterben der Eltern verweist, mit einer Wendung, also einer Pointe, die uns unmittelbar aus dem Geschehen trägt.
Dann fragte die Frau: Und Ihre Familie?
Er lächelte sie verlegen an: Ach, sie meinen meine Eltern? ja, die sind auch mit weg. Alles ist weg. Alles, stellen Sie sich vor. Alles weg
Weiterhin finden wir in Borcherts Text keinerlei Hinweise über die Protagonisten, die allenfalls blass erscheinen. Fortlaufend ist von der Frau, ihnen oder ihm die Rede. Dadurch erfahren wir lediglich durch das handeln der Protagonisten, was diese denken oder auch fühlen. Durch den Erzähler wird uns das nicht vermittelt.
Schauen wir außerdem auf die Protagonisten selbst, können wir in Borcherts Kurzgeschichte ein weiteres Merkmal ausmachen: der Text erzählt von einfachen Personen, keinen Helden und beschreibt dabei die Lebenswirklichkeit der Figuren.
Weiterhin gibt es wenige Protagonisten im Text. Grundsätzlich können wir nur den jungen Mann ausmachen und zwei weitere Personen, die beschrieben werden: nämlich die Frau mit dem Kinderwagen und einen Mann. Alle anderen Zuhörer bleiben stumm und werden nicht näher in der Kurzgeschichte beschrieben.
Schauen wir auf die Erzählperspektive, fällt auf, dass es keinen auktorialen Erzähler bei Borchert gibt, der alle Informationen gewissermaßen weiß. Die Kurzgeschichte ist ausschließlich durch Pronomen (Er, Sie) gekennzeichnet, wodurch eine gewisse Distanz aufrechterhalten wird.
Außerdem ist das zentrale Ereignis überschaubar respektive steht nur dieses im Mittelpunkt. Nämlich die Rückkehr des jungen Mannes und die Begegnung mit den anderen Personen, denen er seine Geschichte erzählt. Die Küchenuhr handelt folglich von einem einzelnen Ereignis. Nämlich der Rückkehr aus dem Krieg, wobei wir uns hier schon in den Bereich der Interpretation vorwagen.
Doch auch hier können wir ein weiteres Merkmal der Kurzgeschichte erkennen. Es wird nicht unmittelbar vom Krieg oder der Heimkehr erzählt und dennoch müssen wir annehmen, dass wir es mit dieser Situation zu tun haben. Das können wir anhand von Metaphern erschließen.
Hinweise wären beispielsweise das alte Gesicht des Protagonisten, das zerstörte Heim oder die Frage, ob man alles verloren habe und die anschließende Bejahung.
Sie haben wohl alles verloren?
Ja, ja, sagte er freudig, denken Sie, aber auch alles! Nur sie hier, sie ist übrig. Und er hob die Uhr wieder hoch, als ob die anderen sie noch nicht kannten.